Was tun bei Nasenpolypen?

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Was tun bei Nasenpolypen?

Nasenpolypen sind gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut. Die Größe kann variieren und von wenigen Millimetern bis mehreren Zentimetern reichen und somit die ganze Nase verschließen. Die Entstehung von Nasenpolypen ist noch nicht genau erforscht, jedoch kann eine individuelle Veranlagung diese ebenso hervorrufen wie Allergien oder eine häufige Entzündung der Nasenschleimhaut. Polypen bestehen aus Bindegewebe und enthalten Flüssigkeit; aus diesem Grund gehen die Nasenpolypen oft mit einer Sekretabsonderung einher.

Polypen kommen in den häufigsten Fällen an der Nasenschleimhaut vor, können jedoch auch an anderen Stellen des Körpers auftreten. Auch im Magen-Darm-Bereich, an der Harnblase und sogar an den Zähnen können Polypen vorkommen. Nasenpolypen können in jedem Alter auftreten.

Da die Polypen zwar meist ungefährlich sind, den Patienten aber dennoch belasten, sollten sie schnellstmöglich behandelt werden. In den meisten Fällen treten die Polypen auf beiden Seiten der Nase auf. Ist nur eine Nasenseite betroffen, sollte man schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, da eine Tumorerkrankung in diesem Fall nicht ausgeschlossen werden kann. Meist gehen Nasenpolypen mit einer behinderten Nasenatmung einher, auch ein eingeschränktes Riechvermögen sowie eine näselnde Stimme sind Symptome bei dieser Erkrankung. Besonders im Liegen wird das Atmen erschwert; betroffene Personen schnarchen dann häufig. Sind Augen und Knochen geschwollen, kann schlimmstenfalls eine Gehirnhautentzündung, die sogenannte Meningitis, entstehen. In diesem Fall sollte der Patient schnellstens ins Krankenhaus gebracht werden. Bei Kindern ist auch eine Mittelohrentzündung eine häufige Folge von Nasenpolypen.

Die Therapie von Polypen richtet sich in erster Linie nach deren Ausprägung und Größe. In den meisten Fällen aber werden die Polypen in einer einfachen Operation entfernt; gleichzeitig werden die Ausgänge der Nasennebenhöhlen vergrößert. Die Polypen werden dann mithilfe einer Metallschlinge entfernt; mittlerweile ist auch die Behandlung per Laser weit verbreitet. Im Anschluss an diese Operation sollten Patienten wenn möglich ein besonderes Augenmerk auf die Nasenhygiene geben. Spezielle Nasenduschen mit Salzwasser und Inhalationen sind hier besonders gut geeignet. Kortison-Nasensprays sind bei der Therapie von Nasenpolypen ganz wichtig; die Anwendung sollte bestenfalls etwa sechs bis zwölf Monate dauern. Nach einer Operation kann dieses Spray das erneute Auftreten der Polypen verhindern beziehungsweise bestenfalls sogar eine Operation herauszögern oder verhindern.

All Comments

  • Gut zu wissen, dass bei zukünftigen Röntgenaufnahmen die Linie zwischen dem Knochen und dem Implantat nicht mehr zu erkennen ist. Seit einiger Zeit überlege ich mir ein Zahnimplantat. Daher lese ich gerne zum Thema, um einen besseren Überblick über die Implantologie zu bekommen.

    Nora 31.03.2020 13:45 Antworten
  • Ich wusste nicht, dass es 3 Möglichkeiten bei Zahnimplantaten gibt. Ich möchte eine unangenehme Lücke schließen und überlege mir daher ein Zahnimplantat. Ich glaube, dass es in meinem Fall ein Spät-Implantat wäre!

    Nora 24.04.2020 13:31 Antworten
  • Danke, dass Sie erklärt haben, wie Zahnärzte am häufigsten mit Sofortimplantaten arbeiten. Meinem Vater fehlt seit einigen Monaten ein Zahn, und er würde gerne ein Zahnimplantat erhalten. Ich werde ihm helfen, so schnell wie möglich einen Zahnarzt zu finden, der mit Implantaten arbeiten kann.

    Joachim Hussing 12.05.2020 16:09 Antworten
  • Mein Onkel hat mich letztens zum Thema Zahnimplantat etwas gefragt, aber ich wusste darüber nichts. Deswegen bin ich echt froh, dass ich diesen Beitrag gefunden habe. Das ist interessant, wie die Zahnwurzel auch ersetzt werden muss, aber es ergibt viel Sinn. Nächstes Mal, wenn ich ihn sehe, kann ich ihm erzählen, was ich hier gelesen habe.

    Katherine Fischer 14.05.2020 22:47 Antworten
  • Danke für die Erklärung, dass Nasenpolypen mit einer Beeinträchtigung der Nasenatmung verbunden sind. Seit gestern habe ich einige Schwierigkeiten mit der Nasenatmung. Ich mache mir Sorgen, dass es ernst sein könnte, deshalb werde ich sofort einen Arzt aufsuchen.

    Joachim Hussing 20.05.2020 16:29 Antworten
  • Ich suche nach passende Zahnimplantaten, wobei mein Kiefer nach dem Zahnverlust entzündet ist. Für mich passt also nur die Methode, die die Zähne ohne weiteren Risikos einsetzt. Danke für die Tipps zu Zahnimplantaten!

    Helena 22.05.2020 07:17 Antworten
  • Spannend, das bei Zahnimplantaten auch die Wurzel ersetzt wird. Meine Zähne waren immer sehr gut. Nun ist einer ausgefallen. Ich denke, ich werde auch eher ein Implantat als eine Brücke nehmen. Es ist zwar teurer, aber dafür werden meine gesunden Zähne geschont.

    Anna 27.05.2020 10:39 Antworten
  • Ich wusste nicht, dass es bei Implantaten drei verschiedene Varianten gibt. Mir muss ein Zahn gezogen und durch ein Implantat ersetzt werden. Ich kann verstehen, dass die meisten Personen auf ein Sofort-Implantat setzen, da man dann keine erneute Operation benötigt. Ich werde mich aber bezüglich der Entzündungsgefahr nochmal von einem Zahnarzt beraten lassen, bevor ich mich für ein Implantat entscheide.

    Laura Urban 17.06.2020 12:05 Antworten

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