Wie Zucker unsere Gesundheit beeinflusst

  • 21.08.2019
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Wie Zucker unsere Gesundheit beeinflusst

Raffinierter Zucker befeuert chronische Entzündungen

Zucker dient den menschlichen Körperzellen als unmittelbare Energiequelle und beeinflusst den Blutzucker negativ. Grundsätzlich existieren mit Glucose, Fructose und Galactose drei unterschiedliche Basis- Zuckerarten. Mediziner klassifizieren den Glucosgehalt im menschlichen Blut als Blutzucker, der insbesondere für die Energieversorgung der Gehirnareale, des Nierenmarks und der roten Blutkörperchen essentiell ist. Den Anteil an Glucose, den der Mensch in der Praxis zur Energiegewinnung benötigt, kann er tatsächlich ausschließlich über die Aufnahme von hochwertigen, naturbelassenen Früchten, Gemüse, Fleisch, Milchprodukten, Getreide, Gewürzen und Fisch decken. Raffinierter, künstlich hergestellter Haushaltszucker bzw. Saccharose, den die konventionelle Lebensmittelindustrie vorwiegend zum Süßen einsetzt, besteht ausschließlich aus leeren Kalorien. Industriezucker ist frei von Nähr- und Vitalstoffen und belastet den menschlichen Organismus.

Eine überdurchschnittlich zuckerreiche Ernährung mit Industriezucker löst verhältnismäßig starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels aus, schädigt das gesunde Darmmilieu, bremst den Stoffwechsel und fördert die Entstehung niedriggardiger Entzündungsreaktionen innerhalb des Körpers. Zusätzlich nutzen Tumorzellen Zucker als natürliches Lebenselixier. Medizinische Studien belegen, dass ein erhöhter Zuckerkonsum die Oxidation der Körperzellen bzw. den menschlichen Alterungsprozess beschleunigt und das Risiko für Erkrankungen des Herz- Kreislauf- Systems sowie der Leber nachhaltig erhöht. Da Zucker Entzündungsreaktionen stimuliert, steigert ein exzessiver Zuckerkonsum die Wahrscheinlichkeit für Entartungen der DNA bzw. der Bildung von Tumorzellen. Ein Übermaß an Zucker im Körper verursacht langfristige Schäden im menschlichen Organismus.

Nimmt der menschliche Organismus innerhalb kurzer Zeit übermäßig viel Zucker auf, schnellt der Blutzuckerspiegel in die Höhe und befeuert die körpereigene Insulin- Produktion der Bauchspeicheldrüse. Nachdem der Körper mit Hilfe des Hormons Insulin den Zucker abgebaut hat, sackt der Blutzuckerspiegel umgehend ab. Das menschliche Gehirn reagiert darauf mit der verstärkten Synthese appetitanregender Botenstoffe. Obwohl die körpereigenen Energiereservoirs ausreichend gefüllt sind, signalisieren die chemischen Botenstoffe dem Körper eine vermeintliche Unterzuckerung, die es auszugleichen gilt. In der Folge entstehen Heißhungerattacken. Benötigt der Körper die zuckerreiche Nahrung nicht zur direkten Energieproduktion, werden die enthaltenen Zuckermoleküle dauerhaft in die körpereigenen Fettdepots eingelagert. Übermäßige Zuckerquellen können demnach nicht verarbeitet werden.

Gesundheitsfördernde Alternativen zu Zucker, die Wohlbefinden und Vitalität verbessern

Die konventionelle Lebensmittelindustrie nutzt in erster Linie raffinierten Haushaltszucker, um Lebensmittel zu süßen. Dieser wird primär aus Rüben gewonnen und ist verhältnismäßig preisgünstig. Weißer Haushaltszucker zählt daher zu den vergleichsweise häufig eingesetzten Süßungsmitteln in der klassischen Nahrungsindustrie. Als alternative, gesundheitsfördernde Süßungsmittel eignen sich Honig, Ursüße, Vollrohrzucker, Dicksaft, Stevia, Kokosblütenzucker, Datteln und Birkenzucker bzw. Xylit.

Honig süßt und besitzt eine hohe Konzentration an wertvollen, antientzündlichen Bioaktivstoffen. Um die kostbaren Inhaltsstoffe im Rahmen des Herstellungszyklus gänzlich zu erhalten, sollte der Honig während der Produktion nicht über 40 ° C erhitzt werden. Ursüße bzw. Vollrohrzucker sind Endprodukte aus vermahlenem, getrocknetem Zuckerrohrsaft. Dicksäfte auf Basis von Äpfeln, Agaven, Ahorn und Birnen enthalten neben Fruchtzucker entzündungshemmende Vitalstoffe und einen karamellartigen, markanten Eigengeschmack. Xylit bzw. Birkenzucker verfügt über relativ wenige Kalorien und süßt intensiv. Die direkt aus der Birkerinde kultivierten Zuckermoleküle entfalten insbesondere beim Backen und Kochen eine sinnlich- aufregende Geschmacksnuance. Charakteristisch für Kokosblütenzucker ist sein niedriger glykämischer Index. Hergestellt aus dem süßen, eingekochten, pulverisierten Saft der Kokosblütenpalme stabilisiert das natürliche Süßungsmittel den Blutzuckerpegel, schont die menschliche Bachspeicheldrüse und wirkt aufgrund seines hohen Polyphenol- Anteils sanft antioxidativ. Stevia ist ein Pflanzenextrakt der in Südamerika heimischen Pflanze Honigkraut. Stevia ist rund 450-mal süßer als raffinierter Haushaltszucker und besitzt eine dominant- bittere Note im Abgang. Dank ihres hohen Magnesiumgehaltes stimulieren Datteln den Stoffwechsel und sorgen mit ihrer hohen Fructosekonzentration für eine angenehme, vitalisierende Süße. Die in den Früchten enthaltenen B- Vitamine senken den Blutzucker, während das Kalium der Datteln die Gesundheit des Herz- Kreislauf- Systems fördert. Zusätzlich maximiert das “ Brot der Wüste“ die Bildung des körpereigenen Schlafhormons Melatonin. Angewandt als natürliches Süßungsmittel heben die Früchte die Stimmung, da sie reich an dem “ Gute- Laune- Botenstoff“ Tryptophan sind.

Empfehlungen zum täglichen Zuckerkonsum

Wer auf diese Alternativen zurückgreift, senkt zuverlässig seinen Insulinspiegel, dämpft Entzündungsreaktionen, stabilisiert den Blutdruck, regt den Stoffwechsel an, bremst Heißhungerattacken aus und fördert eine gesunde Schlafhygiene. Eine zuckerreduzierte Ernährung bei der Zucker ausschließlich aus natürlichen Energiequellen stammt, ist ein Zugewinn für die Gesundheit, der parallel das individuelle Wohlbefinden verbessert. Zuckergesüßte Getränke, Light- und Fertig- Produkte sind wegen ihres übermäßig hohen Zuckergehalts konsequent vom Ernährungsplan zu streichen.

Laut Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte der tägliche Kalorienbedarf lediglich zu insgesamt 5 % über den jeweiligen Zuckerkonsum gestillt werden. Prinzipiell beziehen sich die Ernährungsempfehlungen der WHO zur Einnahme von Zucker auf den Konsum von künstlich hergestelltem Zucker. Mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), der Deutschen Diabetes Gesellschaft und der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) formulieren aktuell drei bedeutende, renommierte Fachgesellschaften einen Richtwert für den täglichen Zuckerkonsum. Gemäß wissenschaftlicher Studienlage sollte ein Erwachsener nicht mehr als jeweils maximal 50 g Zucker pro Tag aufnehmen.

All Comments

  • Gut zu wissen, dass bei zukünftigen Röntgenaufnahmen die Linie zwischen dem Knochen und dem Implantat nicht mehr zu erkennen ist. Seit einiger Zeit überlege ich mir ein Zahnimplantat. Daher lese ich gerne zum Thema, um einen besseren Überblick über die Implantologie zu bekommen.

    Nora 31.03.2020 13:45 Antworten
  • Ich wusste nicht, dass es 3 Möglichkeiten bei Zahnimplantaten gibt. Ich möchte eine unangenehme Lücke schließen und überlege mir daher ein Zahnimplantat. Ich glaube, dass es in meinem Fall ein Spät-Implantat wäre!

    Nora 24.04.2020 13:31 Antworten
  • Danke, dass Sie erklärt haben, wie Zahnärzte am häufigsten mit Sofortimplantaten arbeiten. Meinem Vater fehlt seit einigen Monaten ein Zahn, und er würde gerne ein Zahnimplantat erhalten. Ich werde ihm helfen, so schnell wie möglich einen Zahnarzt zu finden, der mit Implantaten arbeiten kann.

    Joachim Hussing 12.05.2020 16:09 Antworten
  • Mein Onkel hat mich letztens zum Thema Zahnimplantat etwas gefragt, aber ich wusste darüber nichts. Deswegen bin ich echt froh, dass ich diesen Beitrag gefunden habe. Das ist interessant, wie die Zahnwurzel auch ersetzt werden muss, aber es ergibt viel Sinn. Nächstes Mal, wenn ich ihn sehe, kann ich ihm erzählen, was ich hier gelesen habe.

    Katherine Fischer 14.05.2020 22:47 Antworten
  • Danke für die Erklärung, dass Nasenpolypen mit einer Beeinträchtigung der Nasenatmung verbunden sind. Seit gestern habe ich einige Schwierigkeiten mit der Nasenatmung. Ich mache mir Sorgen, dass es ernst sein könnte, deshalb werde ich sofort einen Arzt aufsuchen.

    Joachim Hussing 20.05.2020 16:29 Antworten
  • Ich suche nach passende Zahnimplantaten, wobei mein Kiefer nach dem Zahnverlust entzündet ist. Für mich passt also nur die Methode, die die Zähne ohne weiteren Risikos einsetzt. Danke für die Tipps zu Zahnimplantaten!

    Helena 22.05.2020 07:17 Antworten
  • Spannend, das bei Zahnimplantaten auch die Wurzel ersetzt wird. Meine Zähne waren immer sehr gut. Nun ist einer ausgefallen. Ich denke, ich werde auch eher ein Implantat als eine Brücke nehmen. Es ist zwar teurer, aber dafür werden meine gesunden Zähne geschont.

    Anna 27.05.2020 10:39 Antworten
  • Ich wusste nicht, dass es bei Implantaten drei verschiedene Varianten gibt. Mir muss ein Zahn gezogen und durch ein Implantat ersetzt werden. Ich kann verstehen, dass die meisten Personen auf ein Sofort-Implantat setzen, da man dann keine erneute Operation benötigt. Ich werde mich aber bezüglich der Entzündungsgefahr nochmal von einem Zahnarzt beraten lassen, bevor ich mich für ein Implantat entscheide.

    Laura Urban 17.06.2020 12:05 Antworten

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