Trinkwasserqualität in Deutschland – Wassertest für die Sicherheit zu Hause

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Trinkwasserqualität in Deutschland - Wassertest Wasseranalyse

In Deutschland liegt der Wasserverbrauch pro Mensch pro Tag bei ca. 120 l Wasser. Die Tatsache, dass er einen Großteil davon trinkt, erfordert eine beständige gute Trinkwasserqualität sowie ihre unabhängige Kontrolle. Die Qualität des Trinkwassers wird in allen Wasserversorgungsgebieten beurteilt, in denen mehr als 5.000 Einwohner mit Wasser versorgt werden. Die Trinkwasserqualität in Deutschland wird durch die Trinkwasserverordnung geregelt, die wiederum auf dem deutschen Infektionsschutzgesetz (IfSG) basiert.

Beruhigend für den Verbraucher ist die Überwachung unseres Trinkwassers durch Kommissionen der EU, die sich gegenseitig kontrollieren. Das Umweltbundesamt ist zuständig für die wissenschaftliche Überprüfung und arbeitet mit der Weltgesundheitsorganisation zusammen. Die Gesundheitsämter stehen in Deutschland für die staatliche Überwachung. Einen Schluck aus der Wasserleitung sollte in Deutschland unbedenklich sein. Ist es auch fast immer. Die Trinkwasserqualität gilt als überdurchschnittlich gut obwohl die Deutschen erst auf Platz 59 in der Weltrangliste rangieren. Aus diesem Grund müssen wir uns die Wege anschauen, die das Wasser nimmt vom Zustand als Rohwasser bis zum Austritt aus der Leitung. Eine Gefahr der Verunreinigung tritt in drei Bereichen auf:

  • Beim Gewinnen des Wassers
  • Beim Aufbereiten
  • Beim Verteilen

Beim Gewinnen des Wassers ist seine Qualität abhängig von dem Boden aus dem es gewonnen wird; welche Mineralstoffe enthält er, wie stark ist er mit Schwermetallen belastet etc. Beim Aufbereiten des Wassers kommt es maßgeblich auf die Reinhaltung der Technik an und schließlich
stoßen wir beim Verteilen des Wassers vielleicht auf alte Zuleitungsrohre, poröse Dichtungen oder verschmutzte Wasserhähne, die sich nachteilig auf die Wasserqualität auswirken können. Verantwortlich sind die Hauseigentümer und Wasserversorger.

Es gibt ein von der Bundesregierung, alle drei Jahre herausgegebenes Papier, das den aktuellen Wassertest vorlegt. Die zuständigen Gesundheitsämter geben auch die Adressen der Labore heraus, wo man selber eine Trinkwasseranalyse für Zuhause machen lassen kann.

Folgende Parameter werden bei einem Wassertest / bei einer Wasseranalyse berücksichtigt:

  • der PH-Wert muss im vorgeschriebenen Bereich liegen
  • 1l Trinkwasser darf
    • nicht mehr als 2mg Kupfer, 0,02mg Nickel, 0,01mg Blei und 50mg Nitrat enthalten
    • nicht mehr als 0,1 Mikrogramm von einem Pestizid enthalten und
    • es dürfen keine Darmbakterien vorkommen.

Es gibt auch die ästhetische Beurteilung des Wassers, bei der es allerdings nicht zur Gesundheitsgefährdung kommt, z. B. bei eisenhaltigem Wasser. Es hat einen Beigeschmack und sieht rostig aus, ist aber gesundheitlich unbedenklich. Unser Trinkwasser kann nicht keimfrei sein, schon alleine aus der Tatsache heraus, dass es zu 73,8% aus Grundwasser besteht aber die Prüfkommissionen sind europaweit vernetzt, sodass die Verbraucher in Deutschland davon ausgehen können, nahezu sauberes Trinkwasser zu konsumieren.

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