Prostatakrebs – Das revolutionäre Da Vinci Operationsverfahren

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Prostatakrebs

In der gesamten westlichen Welt hat sich in den letzten Jahrzehnten das bösartige Prostatakarzinom, der Prostatakrebs, zu einer der häufigsten Krebserkrankungen von Männern über 50 entwickelt. In Deutschland allein wird jährlich 40.000 Männern diese Diagnose gestellt, Tendenz steigend. 12.000 Patienten überleben diese Krankheit trotz Prostatakrebsoperation nicht.

Um auf diese beunruhigende Entwicklung besser und effizienter antworten zu können, wurde im Jahr 2004 das Prostatazentrum Nordwest in Gronau (PZNW) gegründet. Um diesen Krebs erfolgreicher bekämpfen zu können, konzentriert sich das medizinische und wissenschaftliche Personal ganz auf das revolutionäre Da Vinci Operationsverfahren. Bis heute wurden hier mehr als 5000 Operationen mithilfe dieser hochmodernen Technologie, die ihren Namen vom ersten Erfinder eines Roboters überhaupt, Leonardo Da Vinci bekam, durchgeführt. Damit ist das Prostatazentrum Nordwest in Gronau inzwischen weltweit führend im Einsatz des Da Vinci Systems.

Das revolutionäre Da Vinci Operationsverfahren wurde während der achtziger Jahre für militärische Zwecke in den USA entwickelt und bedeutete bei der Zulassung für die zivile Chirurgie im Jahr 2000 einen Durchbruch in der Medizin. Waren bis dahin bei einer offenen Prostatakrebsoperation oft große, und damit für den Patienten sehr belastende, Einschnitte nötig, verhilft heute eine modernste Roboter-Konsole mit miniaturisierten Steuerungsinstrumenten und einer hochauflösenden 3D-Kamera, dem Da Vinci System, dem Chirurgen zur gleichen Präzision und Kontrolle am Patienten. Dabei sind nun jedoch nur noch kleinste, maximal 1 bis 2 cm große Zugänge für die winzigen Instrumente und die Kamera nötig. Der Robot-Operateur kann nun anhand einer vergrößerten 3D-Darstellung des Patienten auf einem Bildschirm genauestens steuern und verfolgen, wie das Da Vinci System jede Bewegung seiner Hände und Finger in Echtzeit überträgt. Bis heute bedeutete das für rund 1.5 Millionen Patienten weltweit bei allgemeinen, urologischen, gynäkologischen und thorakoskopischen Operationen weniger körperlicher Belastung, weniger riskante Komplikationen, weniger Kosten und einen besseren, schnelleren Heilungsverlauf.

Natürlich stellt diese moderne Technologie auch höchste Ansprüche an die Qualifikation der Robot-Operateure. Das 2011 vom PZN ebenfalls in Gronau neugegründete European Robotic Institute (ERI) hat deshalb als erstes Schulungszentrum der Welt ein spezielles Ausbildungsverfahren initiiert und entwickelt, den sogenannten Da Vinci Führerschein. Jeder zukünftige Roboter-Operateur durchläuft hier nun einen standardisierten Kurs, der mit einer Prüfung abgeschlossen werden muss. Wie bei einer Führerscheinprüfung berechtigt erst der erfolgreiche Abschlusstest am laparoskopischen Operationssimulator zur Arbeit mit dem Roboter des Da Vinci Systems in Gronau.

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