Menopause – Wechseljahre – Hitzewallungen

  • 23.04.2009
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Für jede Frau zwischen 45 und 55 Jahren kommt irgendwann der Zeitpunkt, da dem die Fruchtbarkeit endet und eine neue Lebensphase beginnt. Mit der letzen Regelblutung, auch Menopause genannt, beginnen der Hormonhaushalt und damit der Körper sich umzustellen. Das Wort Menopause ist ein wenig irreführend, denn es handelt sich ja nicht wie man vielleicht annehmen könnte, um eine Pause in der Fruchtbarkeit, sondern um deren Ende.

Die Eizellen die schon bei der Geburt in den Eierstöcken bereit standen, sind aufgebraucht und das hormonproduzierende Gewebe verkümmert langsam. Das durchschnittliche Alter der Frau liegt zu diesem Zeitpunkt etwa bei 52 Jahren. Zu den Wechseljahren zählen auch schon die beiden Jahre vor der Menopause, im Fachjargon wird diese Zeit prämenopausaler Abschnitt genannt. Die Zeit nach der letzen Regel nennt der Fachmann den postmenopausalen Abschnitt. Insgesamt dauern die Wechseljahre etwa 10 Jahre, das ist aber wie jede Entwicklung des Körpers individuell sehr verschieden.

Während die einen Frauen kaum Beschwerden an sich erkennen können, sind andere erheblichen körperlichen und seelischen Wechselbädern ausgesetzt. Die bekannteste Erscheinung dieser Zeit sind die Hitzewallungen, plötzlich auftretende Schweißausbrüche, die eine Frau erheblich belasten können. Außerdem sind 70 – 80% der Frauen von Stimmungsschwankungen betroffen, diese können in extremen Fällen bis zu einer Depression führen. Darüber hinaus zeigt sich bei vielen Frauen eine zunehmende Trockenheit der Scheidenschleimhaut, was zu Beschwerden beim Verkehr führen kann. Jede dieser Erscheinungen hängt mit den hormonellen Veränderungen im Körper zusammen und ist aus medizinischer Sicht gut behandelbar.

Bis vor kurzem galt die Hormonersatztherapie als das Heilmittel schlechthin, um alle Befindlichkeiten der Wechseljahre verschwinden zu lassen. In letzter Zeit mehren sich aber die Stimmen, die wegen der vielfältigen Gefahren für die Gesundheit, wieder davon abraten. Bei Untersuchungen hatte sich gezeigt dass Frauen die mit Hormonen behandelt wurden, mit einem erhöhten Krebs und Thromboserisiko rechnen müssen. Um den Beschwerden entgegen zu wirken wird den Frauen empfohlen Sport zu treiben und sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Seelische Ausgeglichenheit scheint dabei einer der Schlüssel zu sein, dass eine Frau diese Zeit nicht als das Ende ihres Lebens empfindet, sondern als Aufbruch in eine neue Unabhängigkeit.

Wie eine Frau diesen Teil ihrer Entwicklung erlebt, hängt zu einem nicht unerheblichen Teil davon ab, in welchem Kulturkreis sie ihr Leben verbringt. Während in Indien und in vielen scheinbar weniger entwickelten Ländern der Welt, die Frauen nach dem Ende der Fruchtbarkeit an Wert gewinnen, verbannt unsere „ewige Jugend“ fordernde Kultur die Frauen in eine Art sexuelles Niemandsland. Und so ist es nicht verwunderlich, dass in den westlichen Industrieländern Frauen in den Wechseljahren mehr körperliche und seelische Beschwerden entwickeln als anderswo. Der Druck den die Gesellschaft auf die Frauen ausübt, führt dazu, dass ein ganz normaler Teil der körperlichen Entwicklung zu einer Horrorvorstellung für die Frau wird. Immer mehr Frauen erkennen diese Zeit aber als eine neue Phase ihres Lebens in der sie noch einmal neu anfangen können und ihr Leben neu ordnen.

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